Social Claims
Auch soziale Leistungsversprechen fallen unter die EmpCo-Regeln, sobald sie wirtschaftliche Entscheidungen beeinflussen. Wertende Aussagen wie „fair“, „sozial vertretbar“ oder „in jeder Lebenslage“ wecken konkrete Erwartungen — ohne Beleg drohen dieselben Rechtsfolgen wie bei Umweltaussagen („Social Washing“). Wir prüfen Ihre soziale Kommunikation und machen sie nachvollziehbar.
Was wir prüfen
- ✓Bezahlbarkeit („faire & sozial vertretbare Mieten“, „bezahlbar“, „stabile Mieten“)
- ✓Gemeinschaft & Teilhabe („stärkt die Gemeinschaft“, „nie allein“, „in jeder Lebenslage“)
- ✓Pauschale Werte-Begriffe („sozial“, „verantwortungsvoll“, „modern“, „nachhaltig“)
- ✓Soziale Zukunftsversprechen („bleibt bezahlbar“, „wird verbessert“, „Zukunft“)
- ✓Absolute/allumfassende Versprechen mit hohem Täuschungspotenzial
Wie wir schützen
- ✓Absolute Versprechen entschärfen, differenzieren und mit Bezug versehen
- ✓Soziale Wirkung mit Kennzahlen, Angeboten und Beispielen belegbar hinterlegen
- ✓Definitionskatalog für wertende Begriffe (Was heißt „fair“, „sozial“ konkret?)
- ✓Nachweis-/Belegstruktur je Aussage (Claim-Akte)
- ✓Freigabe- und Governance-Prozess für neue soziale Kommunikation
Schadens- & Haftungsrisiken
- •Abmahnungen durch Wettbewerber und Verbände
- •Behördliche Sanktionen — je nach nationaler Ausgestaltung Bußgeld bis zu 4 % des Jahresumsatzes
- •Unterlassungs- und Beseitigungsansprüche, Rückruf von Werbematerial
- •Reputationsschaden und Vertrauensverlust bei Kunden und Mitgliedern
Grundlage: Richtlinie (EU) 2024/825 (EmpCo), 3. UWG-Änderungsgesetz, „Social Compliance Analyse“ der BWG Halle-Merseburg eG (Pilotprojekt QOMUNITY).
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